Sexuelle Störungen


Sexuelle Funktionsstörungen können in aller Regel durch die Hypnosetherapie schnell gebessert oder geheilt werden. Das Genießen von Zärtlichkeit und Sexualität ist naturgegeben, wie auch das Genießen der Körperlichkeit in anderen Bereichen. Ist diese Fähigkeit blockiert oder besteht sogar eine Aversion gegen sexuelles Erleben, spielen emotionale Ursachen eine entscheidende Rolle. In aller Regel finden sich unverarbeitete Erfahrungen und Emotionen im Hintergrund. Die Hypnosetherapie erfolgt über das Aufdecken und Bearbeiten dieser Ursachen.

Impotenz

Impotenz und Hypnose

Bei dem Begriff "Impotenz" ist zu unterscheiden zwischen der Unfruchtbarkeit (Impotentia generandi, Sterilität) und der Erektionsstörung (Impotentia coeundi oder auch erektive Dysfunktion).

Wenn umgangssprachlich von Impotenz gesprochen wird, ist aber in aller Regel die erektive Dysfunktion (ED) gemeint.

Bei ihr kann keine ausreichende Steifheit des Penis zur Durchführung des Geschlechtsverkehrs erreicht oder gehalten werden. Die Schwere der Potenzstörung kann sehr unterschiedlich sein. Sie reicht von gelegentlichen Problemen bis zum totalen Verlust der Erektionsfähigkeit.

Erst wenn die Probleme mindestens sechs Monate anhalten und 70 Prozent der Versuche, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos sind, spricht man im medizinischen Sinne von einer erektilen Dysfunktion. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit 152 Millionen Männer von einer Impotenz betroffen. Alleine in Deutschland nach einer Umfrage der Universität Köln sind es rund vier bis sechs Millionen Männer im Alter von 30 bis 70 Jahren. Die heutige Medizin geht davon aus, dass 70 bis 80 Prozent der Potenzschwierigkeiten auf überwiegend körperliche Ursachen zurückzuführen sind, aber psychische Faktoren jedoch eine große Rolle spielen. Diese können leichte körperliche Defekte soweit verstärken, dass die Potenzprobleme sich verfestigen. Bei den restlichen 20 bis 30 Prozent der Patienten ist die Ursache für die mangelnde Erektionsfähigkeit rein psychischer Natur. Neben offensichtlichen Konflikten und Belastungen, wie ständige Streits, feindselige Gefühle in der Partnerschaft oder finanzielle Probleme, spielen oft unbewusste Konflikte eine Rolle. Relativ häufig findet man bei Männern mit Erektionsproblemen auch einen Teufelskreis aus Versagensangst und Selbstbeobachtung. Die Sexualität wird zum Leistungsthema und eher mit Angst verknüpft als mit Genuss und Entspannung. Angst unterbricht die sexuelle Reaktion, denn in Zeiten physischer Bedrohung werden alle nicht überlebenswichtigen Funktionen abgeschaltet, wie z. B. die Verdauung oder sexuelle Erregung. Wichtig ist, dass es keine Schuld gibt, nicht auf Seiten des Mannes und auch nicht auf Seiten der Frau.

Viele betroffene Männer berichten, dass Medikamente, wie Viagra oder Cialis, kurzfristig zur Entlastung führen, weil sie helfen, eine Erektion zu erleben. Langfristig gesehen ist ein Medikament jedoch keine Lösung. Das Bewusstsein, ohne diese Hilfsmittel nicht mehr potent zu sein, führt nicht selten zu einer weiteren Verminderung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl und damit zu einer Verstärkung des Teufelskreises, der zur Entstehung des Problems geführt oder beigetragen hat. Viele Männer machen irgendwann einmal die Erfahrung der Potenzstörung. Diese wird oft als Schwächung ihrer männlichen Identität empfunden. Wer über einen längeren Zeitraum keine Erektion bekommen kann, fühlt sich schnell als halber Mann. Die Angst vor einem erneuten Versagen der Männlichkeit verstärkt wiederum die erektile Dysfunktion.

Männer fühlen sich oft verantwortlich für ihr sexuelles Versagen. Deswegen ist es für sie wichtig zu erkennen, dass die Erektion ebenso wie Erröten keine Funktion des Bewusstseins ist, sondern eine unbewusste Reaktion. Wer errötet, entscheidet sich auch nicht bewusst zu dieser Funktion. Bevor ein Psychotherapeut aufgesucht werden kann, muss eine medizinische Diagnostik zur Abklärung organischer Ursachen erfolgen. Daneben sollten Sie auch sicherstellen, dass Sie sich gesund ernähren und ausreichend schlafen. Sind organische Ursachen ausgeschlossen, lässt sich mittels Hypnose die erektive Dysfunktion des Mannes oft in kurzer Zeit erfolgreich behandeln. Dafür liegen mindestens eine der beiden nachfolgend genannten Ursachen zu Grunde:

  • Es handelt sich um eine funktionelle Störung. Diese kann in tiefer Hypnose direkt mittels entsprechender Suggestionstherapie aufgelöst werden, oft sogar in der ersten Behandlung.
  • Die Potenzstörung ist ein Symptom eines unbewussten Konfliktes oder einer unverarbeiteten traumatischen Situation, die zu Versagensängsten und Minderwertigkeitsgefühlen geführt haben.Bisweilen handelt es sich auch um einen symbolisch ausgedrückten, unbewussten Todeswunsch. Hier kann die Ursache mittels Hypnoanalyse meist sehr schnell aufgedeckt und behandelt werden.

Die Hypnosetherapie beginnt mit einer Hypnoanalyse. Wenn es verborgene emotionale Ursachen gibt, lassen sich diese mittels Hypnoanalyse in aller Regel sehr schnell neutralisieren. Hinzu kommen einige Suggestionen und dann ist das Potenzproblem in aller Regel überwunden.

Liegen keine emotionalen Ursachen vor, beispielsweise, wenn es sich um eine erlernte Reaktion handelt, dann bewirkt eine Suggestionstherapie in tiefer Hypnose wahre Wunder. Da die Erektion, ähnlich wie das Einschlafen, eine autonome Reaktion des Unterbewusstseins ist, kann man auch mit Willensanstrengung nichts erreichen. Im Gegenteil, der Leistungsgedanke führt zu einem ein Teufelskreis, der das Problem verstärkt und aufrecht erhält. Die Veränderung muss im Unterbewusstsein geschehen. Durch Neukonditionierung(Umprogrammierung) mittels Hypnose kann die natürliche sexuelle Reaktion ebenso wieder etabliert werden, wie ein stressfreies und genussbetontes Erleben der Sexualität. Die sexuelle Reaktion verläuft wieder automatisch und ungehindert. Und genau das ist das Ziel der Behandlung.

Sexuelle Unlust

Zu den weiblichen sexuellen Dysfunktionen zählen Störungen der sexuellen Appetenz (mangelndes Verlangen), Störungen der sexuellen Erregung (Orgasmusstörungen) und Störungen mit sexuell bedingten Schmerzen. Im Alltag wird die sexuelle Lusthemmung meist mit der Frau in Verbindung gebracht.

Die Ursachen der Sexuellen Unlust können organischer und / oder psychischer Natur sein. Aus diesem Grunde gilt hier, wie bei der Potenzstörung auch, vor Beginn einer Therapie steht die Diagnose oder auch der Ausschluss organischer Ursachen durch den Facharzt im
Frauen berichten häufiger nach nach der Geburt eines Kindes über sexuelle Lustlosigkeit. Dies beruht wohl auf der zusätzlichen Belastung als Mutter und darauf, dass sie ihre ganze Liebe dem Kind schenken möchte. Hier können jedoch auch hormonelle Umstellung nach der Geburt als Ursache in Frage kommen. Die Behandlung von sexuellen Funktionsstörungen der Frau mittels Hypnose (der Ausschluss organischer Ursachen vorausgesetzt) erfordert im allgemeinen nur eine sehr kurze Therapie. Die Prognose ist in in aller Regel sehr günstig.

Vorzeitiger Samenerguss

Die Ursache des vorzeitigen Samenergusses besteht (wenn organische Ursachen ausgeschlossen wurden) häufig durch eine Konditionierung des Nervensystems darauf, schnell eine Ejaculation herbeizuführen. Hypnose und Selbsthypnose können helfen, die alte Konditionierung aufzulösen und eine neue Konditionierung zu etablieren. Der Patient lernt, mit Hilfe eines Codewortes, den sich anbahnenden Orgasmus für einige Minuten zu unterdrücken. Dies kann er beliebig oft tun, bis er einen Orgasmus zulassen will.

Wie ist das möglich? Mit Hilfe der Hypnose können nervliche Prozesse aktiviert oder auch gemindert werden. Wie jeder weiß, wird der Orgasmus durch eine sich steigernde Reizstimulation ausgelöst. Dieses nervale Erregungspotential kann mit Hilfe der in Hypnose konditionierten Reaktion abgeschwächt werden. Wenn man die Hilfe eines Codewortes verwendet, kann die gewünschte Reaktion in Sekunden ausgelöst werden.

 


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