Stottern


Stottern und Hypnose

Stottern, was ist das?

Alleine in Deutschland stottern fast eine Million Menschen. Stottern beginnt meist im Alter von zwei und fünf Jahren. Jungen sind dabei etwa fünfmal häufiger betroffen als Mädchen. Stottern ist ein Problem, dass das Leben der Betroffenen nachhaltig einschränkt. Stotterer haben einen hohen Leidensdruck, können aber in aller Regel keine Heilung finden. Es gibt bis heute keine Definition des Stotterns, die die gesamte Komplexität des Problems berücksichtigt und als allgemeingültig betrachtet werden kann. Definitionen wie, Stottern ist eine auffallend häufige Unterbrechung im Redefluss, können nicht als allgemeingültig angesehen werden, da auf Grund perfektionierter Vermeidungsstrategien des Stotternden die Symptome häufig nicht wahrnehmbar sind.

Langjährige Stotterer vermeidet oft bestimmte Laute und Wörter und bauen ihre Sätze so auf, dass sie gefährliche Passagen umgehen. Stottern ist eine Redeflussstörung. Es gibt zwei verschiedene Formen des Stotterns, klonisches und tonisches Stottern. Das klonische Stottern ist durch Teil-Wort-Wiederholungen gekennzeichnet, bei denen einzelne Buchstaben bei Beginn des Sprechens wiederholt werden (D- D-D-Dachbalken). Das tonische Stottern ist durch Verlängerungen gekennzeichnet und äußert sich durch ein Steckenbleiben im Redefluss (Dachbbb...alken). Darüber hinaus gibt es eine Mischform, die tonisch-klonisches Stottern genannt wird. Neben Teil-Wort-Wiederholungen und Verlängerungen gibt es auch Blockierungen (----- Dachbalken).

Stottern ist bei vielen Kindern zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr häufig zu beobachten. Dieses physiologische Stottern verliert sich aber in aller Regel wieder von alleine. Auch das "Stammeln" ist bis zum 4. Lebensjahr des Kindes keine besorgniserregende Erscheinung. Viele Stotterer leiden unter Schuld und Scham und geringem Selbstbewusstsein, geringem Selbstvertrauen und geringem Selbstwertgefühl. Sie schämen sich wegen Ihres Sprachproblems und fühlen sich schuldig, dass sie nicht in der Lage sind, das zu erreichen, was sie erreichen könnten, wenn sie flüssig sprechen würden. Stottern ruft oft ein Gefühl von Wertlosigkeit hervor. Stotterer vermeiden oft Blickkontakt mit ihrem Zuhörer und versuchen, das Stottern anderen Menschen gegenüber zu verbergen und vermeiden beispielsweise für sie schwierige Wörter und greifen auf Ersatzworte zurück. Manche Stotterer sind mit dieser Technik so erfolgreich, dass oft noch nicht mal die Partner wissen, dass sie stottern.

Sie benutzen beispielsweise unnötige Füllwörter wie "weißt du" usw., weil diese ihnen den Beginn des Satzes erleichtern. Viele Stotterer vermeiden Gespräche so oft wie möglich, um das Stottern zu verbergen. Dadurch resultieren weitere Einschränkungen in ihrer persönlichen, sozialen und beruflichen Entwicklung. Stottern ist weit mehr als eine Sprachstörung. Die Erfahrungen, die ein Stotternder macht, beeinflussen sein Leben. Die daraus resultierenden Persönlichkeitsmerkmale haben sich bis zum Erwachsenenalter fest ausgeprägt. Das Stottern ist weitestgehend automatisiert.

Behandlung

Auf Grund der gängigen Behandlungspraxis gilt es als nicht verwunderlich, dass in medizinischen Fachkreisen noch immer der fatale Grundsatz gilt, Stottern sei nicht heilbar. Doch wieso können dann Stotterer in einer Trance problemlos flüssig sprechen? Es liegt daran, dass der Patient in diesem Zustand angstfrei ist. Je stärker eine Situation mit bewussten oder unbewussten Ängsten verbunden ist, um so mehr tritt Stottern zu Tage. Wenn es gelingt, in den betreffenden Situationen die Angst zu vermindern, wird der Patient natürlich wieder leichter und flüssiger sprechen können.

 


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