Trance


Einleitung

Trance in der Hypnose

Eine hypnotische Trance kann durch verschiedene Wege erreicht werden. Grundlegend wird zwischen direkten und indirekten Verfahren

unterschieden. Die direkte Variante, die meist mit befehlsÀhnlichen Suggestionen arbeitet, steht im Gegensatz zu der indirekten Variante, die eher einen erlaubenden oder gewÀhrenden Charakter besitzt.

Eine besondere Rolle spielen die Blitzhypnosen, die eine mittlere Trance oftmals innerhalb weniger Sekunden induzieren können.

Beide Verfahrensmuster leiten sehrschnell in eine Trance ein, wobei die Blitzhypnose ĂŒberwiegend im Showbereich und nur selten im therapeutische Kontext genutzt wird. Generell muss sich der Proband dabei entspannen können, wobei ein GeborgenheitsgefĂŒhl ein Muss ist. Oftmals ist Monotonie oder Musik dabei sehr hilfreich.

Auflösung

Jede hypnotische Trance bedarf der Auflösung. Dazu wird mit Hilfe von Suggestionen der ursprĂŒngliche Bewusstseinszustand wieder hergestellt. Die Auflösung geht normalerweise schneller von statten als die Einleitung, sollte dabei aber nie ĂŒberstĂŒrzt vorgenommen oder vernachlĂ€ssigt werden. Es kann dann unter UmstĂ€nden zu Kopfschmerzen fĂŒhren, da dem Organismus nicht die notwendige Zeit fĂŒr die Normalisierung gelassen wird. In so einem Fall sollte die Trance nochmal kurz eingeleitet und danach wieder komplett aufgelöst werden.

Spontane Auflösung

Wenn von außen Reize auf den Probanden einwirken, die einen Schock bei ihm auslösen, z.B. Feueralarm, wird dieser von selbst aus der Trance erwachen. Bei einer unabsichtlichen bzw. ungewollten Auflösung kann eine Nachbearbeitung durch den Hypnotiseur durchgefĂŒhrt werden. Dies dient, um leichtere Beschwerden, wie z.B. die erwĂ€hnten Kopfschmerzen, vorzubeugen.

 

 

 

Geschichte


Hypnose wurde wahrscheinlich bereits in der FrĂŒhzeit des Menschen verwendet. Zwar exestieren keine wissenschaftlichen Belege, um dies exakt zu begrĂŒnden, jedoch gibt es Berichte ĂŒber kultische Handlungen oder Dinge aus dem Schamanismus, die in Form von Selbst- oder Fremdsuggestion zu erklĂ€ren sind. Geschichte der Hypnose

Zu vermuten ist, dass Hypnose wohl eher eine zufĂ€llige Entdeckung ist und diese ihren Ursprung in meditativen und kultischen Handlungen mit religiösen Hintergrund haben dĂŒrfte. Spekulativ kann man davon ausgehen, dass sich die Hypnose aus psychologischer Manipulation bei religiösen oder kultischen Riten sowie aus den selbstmeditativen Erfahrungen von Priestern, Heilern und Schamanen entwickelt hat.

Wissenschaftlich jedoch wurde die Hypnose um 1770 von Franz Anton Mesmer wiederentdeckt. Er experimentierte mit Magneten, die er Patienten auflegte und nannte den Effekt Magnetismus Animalis, er schrieb die HeilkrĂ€fte jedoch den Magneten zu. Auf Grund Mesmers PopularitĂ€t, nannte man den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch mesmerisieren. Im 19. Jahrhundert waren in Frankreich die Schulen in Nancy und Paris die fĂŒhrenden Institute in der Erforschung der Hypnose.

Sigmund Freud wurde 1885 bei Jean-Martin Charcot in Paris auf Experimente von Mesmer aufmerksam und versuchte selbst diese Methode um Patienten zu behandeln. Dies wurde zum Ausgangspunkt seiner Studie ĂŒber Hysterie. SpĂ€ter lies Sigmund Freud diese Methode jedoch fallen und widmete sich seiner Technik der freien Assoziation. Schriften jedoch zeigen, dass Freud auch spĂ€ter mit Hypnose gearbeitet hat.

Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zunĂ€chst von Oskar Vogt und folgend durch dessen SchĂŒler Johannes Heinrich Schultz. Dieser entwickelte daraus das autogene Training. Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose durch Milton Erikson sowie Dave Elman weiterentwickelt.

Das Buch Dictionairy of Medical and Dental Hypnosis, welches von John Hartland, einer der bekanntesten Hypnotiseure Englands, verfasst wurde, zĂ€hlt heute noch zum offiziellen Ausbildungswerk fĂŒr britische HypnoseĂ€rzte. Milton Erikson begrĂŒndete eine neue Form der Hypnotherapie, die heute als die moderne Form der Hypnose gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden, wie z. B. das NLP (Neurolinguistisches Programmieren), entwickelt haben.

 

 

Der Ursprung


Ursprung der Hypnose

Der Ursprung der Hypnose liegt im griechischen Zeitalter. Hypnose - als Name - wird abgeleitet von Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes und wird als Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, welche durch Entspannung und geÀnderter Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist.

Ein Fehler dabei ist, dass Hypnose und Trance meistens als Synonym verwendet werden, da sinngemĂ€ĂŸ Trance den Zustand und Hypnose das Verfahren beschreibt.

Im Zustand der Trance sind sowohl die Ansprechbarkeit des Unbewussten als auch die Konzentration auf eine bestimmte Sache stark erhöht, aber die KritikfĂ€higkeit des Bewusstseins in gleichem Maße reduziert. Durch diesen Zustand ist es erst möglich, Änderungen des Bewusstseins und des GedĂ€chtnisses, Kontrolle des vegetativen Nervensystems, vermehrte EmpfĂ€nglichkeit fĂŒr Suggestionen sowie fĂŒr normales Bewusstsein, ungewöhnliche Reaktionen und Vorstellungen wahrzunehmen.

 

 

 


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